Am 23.4.2020 findet die Mitgliederversammlung der DFL statt. Darin sollen Vorgaben und Beschlüsse bekannt gegeben werden, wie es mit der Saison weitergehen soll.
Dazu gibt es folgende Stellungnahme des Präsidium
Die Äußerungen einiger Ministerpräsidenten, aber auch der Sportminister-Konferenz mit Blick auf einen Wiederbeginn ohne Stadion-Zuschauer im Mai sind gute Nachrichten für den Profifußball. DFL und Clubs sind sich ihrer Verantwortung bewusst. Die „Task Force Sportmedizin/Sonderspielbetrieb“ wird bei der kommenden Mitgliederversammlung am Donnerstag ein detailliertes verbindliches Konzept mit strengen Hygiene-Vorgaben, erforderlichen Testungen und permanentem Monitoring vorstellen. eitig wird es übergeordnete Vorgaben für die Spiel-Organisation mit einem Minimum an Erwerbstätigen in den Stadien geben. Unabhängig davon bleibt die Entscheidung über eine Fortsetzung der Saison und die finale Festlegung eines konkreten Termins selbstverständlich bei den zuständigen politischen Gremien.
Es geht an den Fakten vorbei, wenn unterstellt wird, dass eine mögliche engmaschige Testung eine Unterversorgung der Bevölkerung verursache. Die Test-Kapazitäten sind in den vergangenen Wochen massiv gesteigert worden. Diese Entwicklung wird unter anderem durch die „Akkreditierten Labore in der Medizin“ (ALM) bestätigt: Nach jüngsten Erhebungen stehen dort derzeit 640.000 Test pro Woche zur Verfügung, das entspricht einer Steigerung der Tageskapazitäten von mehr als 300 Prozent in den vergangenen fünf Wochen. Das derzeit diskutierte Konzept der DFL erfordert weniger als 0,5 Prozent der aktuellen Testkapazität. Hinzu kommt: Die bestehenden Kapazitäten werden laut ALM nicht ausgeschöpft. Völlig klar ist aber auch: Sollte es durch künftige Entwicklungen – z.B. eine zweite Corona-Infektionswelle – tatsächlich Engpässe geben, wird die DFL die Versorgung der Bevölkerung selbstverständlich nicht beeinträchtigen.
Das DFL-Präsidium appelliert an alle Profis und Clubs, weiterhin verantwortlich mit der aktuellen Situation umzugehen. Insbesondere wäre es nicht im Sinne der Sache und erst recht nicht öffentlich vermittelbar, wenn vorzeitig ins reguläre Mannschaftstraining zurückgekehrt würde. Um individuelle Wettbewerbsvorteile mit Blick auf eine möglicherweise baldige Fortsetzung des Spielbetriebs zu erzielen, darf nicht die übergeordnete Perspektive ignoriert werden.
Das DFL-Präsidium ist sich darüber im Klaren: Spiele ohne Zuschauer möchte niemand. Sie sind derzeit für einige Clubs die einzige Möglichkeit, die wirtschaftliche Existenz auch als Arbeitgeber zu sichern. Ziel muss es sein, Bundesliga und 2. Bundesliga in der Form zu bewahren, wie viele Menschen sie seit Jahrzehnten schätzen – mit großer Tradition, Stimmung in den Stadien und einer Vielfalt an Vereinen. Wir wollen nicht, dass eine wirtschaftliche Krise zu Strukturbrüchen führt, die irreparabel sein könnten und das Gesicht des deutschen Profifußballs einschneidend verändern.
Das DFL-Präsidium weiß um die gesellschaftliche Verantwortung des Profifußballs. In diesem Zusammenhang ist es an allen Entscheidungsträgern, auch Selbstkritik zu üben mit Blick auf Fehlentwicklungen in den vergangenen Jahren. Es steht außer Frage, dass künftig Nachhaltigkeit, Stabilität und Bodenständigkeit zu den entscheidenden Werten gehören müssen. Diese Werte gilt es nach Überwindung der akuten Krise in konkrete Maßnahmen umzusetzen.
https://www.dfl.de/de/aktuelles/stellungnahme-des-dfl-praesidiums
Über das für und wieder von Geisterspielen und Sonderstellung Profifußball wurde schon viel diskutiert, ich für meinen Teil bin gespannt welche Maßnahmen ergriffen werden und wie man sich das so vorstellt. Ich halte euch auf dem laufenden auch was die Lizenzvergabe für das nächste Jahr betrifft. Wo man auch zu unserem Nachbarn schauen muss.